Zurück zu Ressourcen

Lager-Management im digitalen Zeitalter: 6 Strategien für den operativen Erfolg

NickDer Aufstieg des E-Commerce hat die Lagermanagement-Strategien erheblich beeinflusst und den Bedarf an optimierten Systemen erhöht. Mit zunehmender Komplexität des Lagermanagements steigt auch der Bedarf an anspruchsvolleren Digital- und Logistiklösungen.

In den letzten 10 Jahren hat Nick Shroeger Verladern und Frachtführern dabei geholfen, ihre Asset-Netzwerke zu optimierenund für Spitzenauslastungen vorzubereiten. Derzeit ist Nick als Chief Network Solutions Officer von Coyote verantwortlich für Flex-Lösungen bei Coyote Die Konnektivität zwischen UPS und Coyote sowie für Netzwerklösungen.

______________________________________________________________________________________________________________

 

Jeder Verlader mit einer E-Commerce-Komponente weiß, dass die Kaufverhaltensmuster der Kunden von Natur aus volatil sind.

Der weltweite Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat diese Volatilität in extremem Maße verstärkt. Um diese Volatilität zu bewältigen, müssen die Verlader alles tun, um den Überblick über das Bestandsmanagement zu behalten und sich auf potenzielle Herausforderungen im Lagerbereich vorzubereiten.

Die Übernahme dieser Strategien ist zwar möglicherweise schwierig umzusetzen, kann jedoch dazu beitragen, Ihren Betrieb zu sichern und Ihre Transportkette in Bewegung zu halten.

 

6 Lagerstrategien für das digitale Zeitalter:

 

  1. Verteilen Sie die Lagerbestände so, dass sie näher an Ihren Endkunden sind
  2. Modernisieren Sie Ihre Bedarfsplanung und Ihre WMS-Technologien
  3. Beauftragen Sie Anbieter, die Mehrwertdienste anbieten
  4. Verschaffen Sie sich Sofortzugriff auf flexible Frachtraumkapazitäten
  5. Nutzen Sie Daten, um die Agilität des Unternehmens zu erhöhen
  6. Nutzen Sie moderne digitale Lösungen für eine bessere Zusammenarbeit

 

Selbst wenn Sie einige dieser Veränderungen auf dem aktuellen Markt nicht vornehmen können, sind diese Best Practices dennoch wertvoll, wenn Sie Ihre Strategie für eine Welt nach dem Coronavirus festlegen möchten.

 

1. Verteilen Sie die Lagerbestände so, dass sie näher an Ihren Endkunden sind

 

Die größte Herausforderung, vor der Verlader heute stehen - insbesondere solche mit einer erheblichen E-Commerce-Komponente - besteht darin, zu entscheiden, wie Lagereinheiten (SKUs) so verteilt werden können, dass die richtigen SKUs in die Nähe des Endverbrauchers gebracht werden, ohne dass der Lagerbestand aufgebläht wird.

Während eine schnelle Auftragserfüllung vom einfachen Zugriff auf die richtigen SKUs abhängt, ist es aufgrund der Volatilität der E-Commerce-Kaufmuster besonders schwierig, dieses sensible Gleichgewicht zu finden.

Die effektivste Strategie im Zeitalter des E-Commerce besteht, wie viele Verlader feststellen, darin, Möglichkeiten zur Verteilung der Bestände im ganzen Land zu finden.

Dieser Ansatz bedeutet, geringere Gesamtstückzahlen pro Standort vorzuhalten und stattdessen über ein Netzwerk kleinerer Hubs zu diversifizieren, die näher an den Bevölkerungszentren liegen. Die Verwaltung ist zwar komplexer, ermöglicht jedoch eine viel schnellere Erfüllung, um den sich ständig ändernden Kundenanforderungen gerecht zu werden.

 

2. Modernisieren Sie Ihre Bedarfsplanung und Ihre WMS-Technologien

 

Die Verlader verzeichnen außerdem einen allgemeinen Anstieg der SKU-Gesamtbestände und der SKU-Segmentierung, was individuellere Lieferkettenstrategien für jedes Produkt erfordert.

Eine Verteilung des Inventars näher zum Endkunden hin, ein schlankes Bedarfsmanagement sowie die Verwaltung einer erhöhten Anzahl und Segmentierung von SKUs sind nur mit einem enormen Maß an Suply-Chain-Transparenz und hoher Datenkonnektivität möglich.

Um diese modernen Strategien erfolgreich umzusetzen, müssen Verlader in zukunftsweisende Lagerverwaltungssysteme (WMS) investieren, die eingehende mit abgehenden Bewegungen verknüpfen können.

Laut unserer externen Studie Technologie + Menschlichkeithaben 87% der Verlader derzeit irgendeine Form von WMS, wobei 41% aktiv alternative Optionen in Betracht zieht.

Unabhängig davon, ob Sie im 13% ohne System arbeiten oder aktiv nach einer neuen Lösung suchen, stellen Sie sicher, dass Ihr WMS in Ihre anderen Systeme integriert werden kann (vorzugsweise über die API).

 

Tech + Humanity

 

Dies ist ein entscheidender Faktor für die Reduzierung Ihrer operativen Komplexität. Dies ist auch bei der Bewertung von Anbietern und Netzbetreibern zu berücksichtigen. Können diese eine Verbindung zu Ihrem System herstellen?

Die Systemintegration ist eine der größten Herausforderungen für Verlader. In derselben Studie haben wir Supply-Chain-Entscheidungsträger gefragt, wo sie am dringendsten Expertenhilfe benötigen. Die erste Wahl? Vollständige Software-Integration über Geschäftsbereiche hinweg.

 

3. Beauftragen Sie Anbieter, die Mehrwertdienste anbieten

 

Bei der Auswahl des richtigen Anbieters sind Standort und Kosten in der Regel die wichtigsten Entscheidungsfaktoren. Es sind jedoch auch andere Faktoren zu berücksichtigen.

Während jeder Verlader je nach Netzwerks unterschiedliche Anforderungen stellt, ist insgesamt vorteilhaft, mit Anbietern zusammenzuarbeiten, die mehr als nur die Lagerkomponente bieten können.

Im Durchschnitt lagern große Versender 37% ihrer Supply-Chain-Funktionen aus.“

Zu den Mehrwertdiensten können eingehende Transporte von Häfen und Schienenrampen oder abgehende Transportdienste wie Lagertransfers oder Letzte-Meile-Auslieferung gehören.

Das Management Ihres Lagers ist komplex. Daher lohnt es sich, jede Möglichkeit zur Vereinfachung Ihrer Beschaffung - ob intern oder über eine 3PL - zu nutzen, damit Sie effizienter arbeiten können.

Wenn Ihr Unternehmen größer wird, sollten Sie sich die Outsourcing-Bereiche Ihrer Supply-Chain genauer ansehen. Zurück zu unserer Studie: Sie ergab, dass Verlader mit einem Jahresumsatz von über $800 Mio. (710 Mio. €) ca. 37% ihrer gesamten Supply-Chain-Funktionen auslagern.

 

chart1

 

4. Verschaffen Sie sich Sofortzugriff auf flexible Frachtraumkapazitäten

 

Verlader müssen mit Anbietern zusammenarbeiten, die ihnen helfen können, organisatorische Agilität und flexible Kapazitäten zu entwickeln. Dies war noch nie so offensichtlich wie in der gegenwärtigen Lage, in der die Schwachstellen der Verlader durch die beispiellose Volatilität aufgedeckt werden.

Wenn Störungen in der Transportkette auftreten, ist es wichtig, die folgenden Fragen über Ihre Kernanbieter zu stellen:

  • Können sie Ihnen bei der Anpassung helfen?
  • Können sie alternative Lösungen finden, um Ihr Netzwerk am Laufen zu halten?

Wenn Budgets und Strategien aus dem Ruder laufen - wie wir es in der Post-Coronavirus-Welt sehen - kann Ihr Provider Ihnen da helfen, innerhalb weniger Stunden einen neuen Angriffsplan zu entwickeln? Reagiert er auf Ihre Bedürfnisse?

Um schnell und effektiv auf Marktschwankungen reagieren zu können, benötigt Ihr Anbieter nicht nur fundierte Kenntnisse Ihrer Supply Chain, sondern auch Fachkenntnisse bezüglich der größeren Zusammenhänge im globalen Versandgeschäft.

 

Wenn Sie nicht der Meinung sind, dass Ihr Anbieter über das operative Wissen und die Kapazität verfügt, um Ihre Lieferkette im unerwarteten Fall am Laufen zu halten, ist es an der Zeit, diese Beziehung neu zu bewerten. “

 

Einen neuen Spielplan zusammenzustellen ist eine Sache, die Fähigkeit, ihn auszuführen, eine andere. Um alternative Lösungen zu finden, benötigt Ihr Anbieter eine breite, vielfältige Lieferantenbasis.

Bei disruptiven Ereignissen ist die Fähigkeit Ihres Unternehmens, agil zu handeln und flexible Kapazitäten bereitzustellen, entscheidend darüber, ob Sie hinter Ihren Verpflichtungen zurückbleiben und Kunden verärgern, oder ob Sie sich durchsetzen und am Ende stärker dastehen.

Wenn Sie nicht darauf vertrauen können, dass Ihr Anbieter über das betriebliche Wissen und die Kapazität verfügt, um Ihre Lieferkette im unerwarteten Fall am Laufen zu halten, ist es an der Zeit, diese Beziehung neu zu bewerten.

Leider ist aufgrund von COVID-19 fast jede Supply-Chain-Strategie für 2020 aus dem Ruder gelaufen. Diese beispiellose Störung wird jedoch wertvolle Erkenntnisse darüber liefern, wie agil und vorbereitet Ihre Kernanbieter wirklich sind.

Obwohl kein Anbieter in der Lage ist, jede Welle dieser globalen Störung abzufedern, ist es wichtig, dass Sie beurteilen, ob Ihre Anbieter alles in ihrer Macht stehende tun, um Ihre Lieferkette effektiv zu schützen.

 

5. Nutzen Sie Daten, um die Agilität der Organisation zu erhöhen

 

Die Zusammenarbeit mit flexiblen Anbietern ist ein guter Anfang, aber nur ein Teil der Lösung. Moderne Lieferketten sind unglaublich komplex, und die einzige Möglichkeit, Chancen zu nutzen und Engpässe zu entdecken, besteht darin, die eigenen Daten zu nutzen.

Stellen Sie sich folgende wichtige Fragen zur Supply Chain:

  • Wie bewegt sich das Produkt derzeit in meinem Netzwerk?
  • Ist es sinnvoll, mehr Lager zu bauen, um meine durchschnittliche Transportdauer zu verkürzen?
  • Was sind meine Servicelevels für meine eigenen Lager im Vergleich zu Kunden?
  • Wo soll ich verschiedene Modi verwenden?
  • Wo ist Geschwindigkeit wichtiger als Kosten?
  • Steigere ich die Effizienz eher, wenn ich mein Lager mit 3PLs betreibe, oder wenn ich selbst die Kontrolle habe?
  • Hilft mir meine Prognose, meinen Nachfragemustern immer einen Schritt voraus zu sein?

Wenn Sie keine zufriedenstellenden Antworten finden können, haben Sie wahrscheinlich nicht die richtigen Systeme, um Ihre Daten zu sammeln, oder die richtigen Experten für Technologie und Lieferkette, um Erkenntnisse zu gewinnen.

Ihre Daten werden immer wichtiger, wenn fortschrittlichere KI-Technologien in die Lieferkette gelangen, die alle von riesigen Datenmengen angetrieben werden.

Wenn Sie sie nicht sammeln und sinnvoll einsetzen, können Sie keine neuen Lösungen integrieren.

 

6. Nutzen Sie moderne digitale Lösungen für eine bessere Zusammenarbeit

 

Die digitale Transformation wird weiterhin immer mehr Facetten der Lieferkette miteinander verbinden.

Dies ermöglicht eine bessere Konnektivität zwischen verschiedenen Kunden und Netzwerken und ermöglicht gleichzeitig „Sharing Economy“ -Vorhaben, die bisher nicht möglich waren.

  • Effiziente Konsolidierung von Lagerflächen
  • Echtzeit-Einblick in die bei Bedarf verfügbare Lagerkapazität
  • Bessere Netzwerkabstimmung mit anderen Verladern und Frachtführern
  • Strategische Partnerschaften bei der Lagerkonsolidierung in ähnlichen Branchen
  • Strategische Partnerschaften mit den Häfen zum gemeinsamen Verkauf an Kunden

 

Vor allem: Zuhören und weiterlernen

 

Vergessen Sie bei der Implementierung digitaler Lösungen und der Festlegung Ihrer Strategie nie, wie wichtig es ist, sich auf die besonderen Bedürfnisse Ihres Kundenstamms einzustellen.

Letztendlich geht es bei der Führung eines effektiven Geschäfts darum, Ihre Kunden und ihre Herausforderungen zu kennen und strategische Lösungen zu entwickeln, um sie zu lösen.

Dies mag naheliegend erscheinen, aber zu oft beginnen Verlader ihre Strategie damit, ihre eigenen Bedürfnisse zu betrachten, anstatt zuerst die Bedürfnisse ihrer Kunden zu berücksichtigen.

Stellen Sie Ihren Kunden immer in den Mittelpunkt jeder Geschäftsentscheidung, und eine effektive Strategie wird folgen. 

29. April 2021

UK Customs Services von Coyote Logistics

Vermeiden Sie kostspielige Zollverzögerungen mit Hilfe des Zollteams von Coyote. Das heutige ...

Weiterlesen
29. April 2021

Worin besteht der Unterschied zwischen Teil- (LTL-) und Komplettladung?

Wenn Sie Sendungen mit 10 Euro Paletten oder weniger in Ihrem Netzwerk haben, verwenden Sie weniger als ...

Weiterlesen
29. April 2021

Zahlungsoptionen für Frachtführer

Frachtführer, die mit Coyote Logistics Fracht befördern, haben die Flexibilität, die ...

Weiterlesen